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Selbstständiges und komfortables Wohnen im Alter ist von entscheidender Bedeutung, um eine hohe Lebensqualität während des Ruhestands zu gewährleisten. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Wohnen im Alter gestaltet werden kann, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht zu werden. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über

  • Vor- und Nachteile verschiedener Wohnungstypen
  • Vorbereitungen im Wohneigentum für das Wohnen im Alter
  • Do´s und Don´ts, wenn mehrere Generationen unter einem Dach wohnen
  • Organisation der Pflege daheim

Wohnen im Alter: Vor- und Nachteile von Wohnungstypen

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit verschiedenen Wohnoptionen, die speziell darauf ausgerichtet sind, ein sicheres, unterstützendes und sozial aktives Umfeld für Menschen im Ruhestand zu schaffen. Wir stellen Ihnen jeweils einige der Hauptvor- und -nachteile vor. Wägen Sie sorgfältig und in Ruhe ab, um die bestmögliche Entscheidung entsprechend Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben zu treffen.

Altenwohnheim | Altenheim | Altenpflegeheim

Viele Einrichtungen bieten mittlerweile die verschiedenen Stufen der stationären Fremdversorgung unter einem Dach an, so dass die Begrifflichkeiten von Altenwohnheim, Altenheim und Altenpflegeheim ineinander übergehen. Eine Abgrenzung könnte wie folgt aussehen:

  • Altenwohnheim: Der Bereich Wohnen hat hier das größte Gewicht – andere Leistungen werden nur in geringem Umfang angeboten. Die Bewohner führen noch eigenständig haushaltsnahe Tätigkeiten aus.
  • Altenheim: Hierbei besteht eine geringe Pflegebedürftigkeit. Das selbstbestimmte Leben überwiegt. Dienstleistungen wie Zimmerreinigung und Mahlzeiten werden regelmäßig in Anspruch genommen. Die Bewohner führen keinen eigenen Haushalt mehr.
  • Altenpflegeheim: Die stationäre Pflege rund um die Uhr der Bewohner steht im Vordergrund.

Vorteile

  • Rund um die Uhr Betreuung: Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime bieten eine umfassende Betreuung und Unterstützung rund um die Uhr für ältere Menschen mit spezifischen Pflegebedürfnissen, einschließlich medizinischer Versorgung, Pflege und Unterstützung bei alltäglichen Aktivitäten.
  • Professionelles Pflegepersonal: Diese Einrichtungen verfügen über qualifiziertes und erfahrenes Pflegepersonal, das darauf spezialisiert ist, die Bedürfnisse älterer Menschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Medizinische Versorgung: Altenwohnheime und Pflegeheime bieten oft Zugang zu medizinischer Versorgung und Therapien, einschließlich Physiotherapie, Ergotherapie und anderen spezialisierten Dienstleistungen.
  • Sicherheit: Diese Einrichtungen sind oft mit Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, einschließlich Überwachungskameras, Sicherheitspersonal und Notfallrufsysteme.
  • Gemeinschaft und soziale Unterstützung: Bewohner von Altenwohnheimen, Altenheimen und Altenpflegeheimen haben die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich mit anderen Bewohnern auszutauschen, was soziale Isolation reduzieren kann.

Nachteile

  • Kosten: Die Kosten für Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime können sehr hoch sein, insbesondere wenn Sie spezialisierte Pflege und Unterstützung rund um die Uhr benötigen. Dies kann auf Dauer finanziell belastend sein und unter Umständen Ihre Ersparnisse aufzehren.
  • Mangel an Privatsphäre: In Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime kann Ihre Privatsphäre aufgrund des gemeinschaftlichen Lebensstils und der gemeinsam genutzten Einrichtungen eingeschränkt sein.
  • Anpassungsschwierigkeiten: Ein Umzug in ein Altenwohnheim, Altenheim oder Altenpflegeheim kann für Sie mitunter stressig und herausfordernd sein, insbesondere wenn Sie sich an eine neue Umgebung und neue Routinen anpassen müssen.
  • Qualitätsunterschiede: Die Qualität der Pflege und Unterstützung kann zwischen verschiedenen Altenwohnheimen, Altenheimen und Altenpflegeheimen variieren, und nicht alle Einrichtungen erfüllen die gleichen Standards und bieten die gleiche Qualität der Betreuung.

Betreutes Wohnen

Als Betreutes Wohnen werden Wohnformen bezeichnet, in denen Menschen Unterstützung finden, die je nach Lebenssituation unterschiedliche Formen der Hilfe benötigen. Die Hilfe wird beispielsweise durch Haus- und Familienpfleger, Heilpädagogen oder Pflegekräfte geleistet. Die Betreuung soll bei gleichzeitiger Unterstützung zur Bewältigung der individuellen Probleme die größtmögliche Autonomie gewährleisten. Die rechtliche Betreuung ist beim „Betreuten Wohnen“ in der Regel nicht miteingeschlossen.

Vorteile

  • Unterstützende Dienstleistungen: Betreutes Wohnen bietet eine Vielzahl von unterstützenden Dienstleistungen wie Mahlzeiten, Reinigung, Wäscheservice, Transport und Hilfe bei alltäglichen Aufgaben, um den Bewohnern ein komfortables und unabhängiges Leben zu ermöglichen.
  • Soziale Aktivitäten: Diese Einrichtungen bieten oft ein breites Spektrum an sozialen Aktivitäten und Veranstaltungen, um soziale Interaktion zu fördern und ein aktives Gemeinschaftsleben zu ermöglichen.
  • Sicherheit: Betreutes Wohnen bietet oft Sicherheitsvorkehrungen wie Überwachungskameras, Sicherheitspersonal und Notfallrufsysteme, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.
  • Gemeinschaft: Durch das Leben in einer betreuten Wohneinrichtung haben ältere Menschen die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich mit Gleichaltrigen auszutauschen, was soziale Isolation reduzieren kann.
  • Flexibilität: Betreutes Wohnen bietet oft verschiedene Wohnoptionen und Dienstleistungspakete, die an die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen der Bewohner angepasst werden können.

Nachteile

  • Kosten: Die Kosten für betreutes Wohnen können hoch sein, insbesondere wenn Sie umfangreiche Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dies kann auf Dauer finanziell belastend sein.
  • Begrenzte Privatsphäre: Da betreutes Wohnen oft gemeinschaftlich organisiert ist, kann Ihre Privatsphäre eingeschränkt werden, insbesondere wenn Dienstleistungen im Wohnbereich erbracht werden.
  • Abhängigkeit von Dienstleistungen: Bewohner von betreuten Wohneinrichtungen sind oft auf die angebotenen Dienstleistungen angewiesen, was zu einer gewissen Abhängigkeit führen und Ihre Autonomie einschränken könnte.
  • Verfügbarkeit: In einigen Regionen ist die Nachfrage nach betreutem Wohnen hoch, so dass sich mitunter lange Wartezeiten ergeben.
  • Einschränkungen bei der individuellen Gestaltung: Da betreutes Wohnen oft standardisierte Einheiten sind, kann es sein, dass Sie Ihre Wohnungen nur begrenzt nach Ihren persönlichen Vorlieben gestalten können.

Mehrgenerationenhaus | Multigenerationenhaus | Mehrgenerationen-Wohnen

Die Begrifflichkeiten Mehrgenerationenhaus, Multigenerationenhaus, Mehrgenerationen-Wohnen werden nicht einheitlich verwendet. Hier ist das freiwillige Zusammenleben mehrerer unabhängiger und verschieden alter Personen in einer (sehr) großen Wohneinheit gemeint. Räume, wie beispielweise Küche, Hobbyräume, Atelier, Gästezimmer und Wohnzimmer sowie Gartenflächen werden dabei nach vereinbarten Regeln gemeinsam genutzt.

Vorteile

  • Soziale Interaktion: Mehrgenerationenhäuser fördern die soziale Interaktion zwischen verschiedenen Altersgruppen, was zu einem Gefühl der Gemeinschaft und Verbundenheit führt.
  • Unterstützung und Solidarität: Ältere Menschen können von der Unterstützung und Solidarität anderer Generationen profitieren, sei es durch praktische Hilfe im Alltag, emotionale Unterstützung oder gemeinsame Aktivitäten.
  • Wissensaustausch: Mehrgenerationenhäuser bieten älteren Menschen die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an jüngere Generationen weiterzugeben und gleichzeitig von deren Perspektiven und Fähigkeiten zu lernen.
  • Kostenersparnis: Durch das Teilen von Wohnraum und Ressourcen können die Kosten für Wohnen und Lebenshaltung gesenkt werden, was besonders für ältere Menschen mit begrenztem Einkommen vorteilhaft ist.
  • Aktive Lebensweise: Die Interaktion mit verschiedenen Altersgruppen und die Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten können dazu beitragen, eine aktive und gesunde Lebensweise zu fördern.

Nachteile

  • Konfliktpotenzial: Das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen kann zu Konflikten und Spannungen führen, insbesondere wenn es unterschiedliche Lebensstile, Wertvorstellungen oder Bedürfnisse gibt.
  • Privatsphäre: Die Privatsphäre kann in Mehrgenerationenhäusern eingeschränkt sein, da Wohnraum und Ressourcen gemeinsam genutzt werden und es weniger Raum für Rückzugsmöglichkeiten gibt.
  • Abhängigkeit von anderen: Ältere Menschen können in Mehrgenerationenhäusern auf die Unterstützung anderer angewiesen sein, insbesondere wenn ihre Mobilität eingeschränkt ist oder sie auf Hilfe im Alltag angewiesen sind.
  • Schwierigkeiten bei der Organisation: Das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen erfordert eine sorgfältige Organisation und Kommunikation, um Konflikte zu vermeiden und ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.
  • Begrenzte Verfügbarkeit: Mehrgenerationenhäuser sind nicht überall zu finden. Die Realisierung solcher Wohnprojekte ist sehr umfangreich und braucht viel Wissen, Zeit und Abstimmungsbedarf.

Seniorenresidenzen

Unter dem Begriff Seniorenresidenzen sind Altenwohnheime und Altenheime zu verstehen, die für ihr finanzstarkes Klientel luxuriöse Wohnungen oder Häuser mit hochwertigen Einrichtungen und Annehmlichkeiten wie Fitnessstudios, Restaurants, Spa-Bereichen und kulturellen Aktivitäten anbieten.

Auch hier können auf Wunsch Services, wie beispielsweise gemeinsamer Mittagstisch, ambulante Pflegleistungen oder auch Fahr- und Begleitdienste in Anspruch genommen werden.

Seniorenwohnung

Eine Seniorenwohnung, auch Altenwohnung und mittlerweile lieber altersgerechtes Wohnen genannt, ist eine abgeschlossene Miet- oder Eigentumswohnung mit spezieller Ausstattung und besonderen Einrichtungen für die Nutzung durch ältere Menschen und eventuell auch durch jüngere Personen mit Behinderung. Altenwohnungen können auch in einem Altenheim oder Seniorenzentrum angeboten werden, häufig in Form von Seniorenappartements.

Vorteile

  • Barrierefreiheit: Seniorenwohnungen sind oft speziell entworfen, um den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden, einschließlich barrierefreiem Zugang, breiten Türen und rollstuhlgerechten Einrichtungen.
  • Sicherheit: Viele Seniorenwohnungen bieten Sicherheitsvorkehrungen wie Überwachungskameras, Sicherheitsschlösser und Alarme, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.
  • Notfallrufsysteme: Die meisten Seniorenwohnungen sind mit Notfallrufsystemen ausgestattet, mit denen Bewohner im Falle eines Notfalls schnell Hilfe rufen können.
  • Gemeinschaftseinrichtungen: Seniorenwohnungen bieten oft Gemeinschaftseinrichtungen wie Clubhäuser, Gemeinschaftsräume und Aktivitätszentren, die soziale Interaktion und gemeinsame Aktivitäten fördern.
  • Dienstleistungen: Da die meisten Seniorenwohnungen Teil einer größeren Anlage sind, werden oft Dienstleistungen wie Haushaltsreinigung, Wäschedienst oder auch Reparaturdienste entgeltlich übernommen.

Nachteile

  • Kosten: Die Kosten für Seniorenwohnungen können relativ hoch sein, insbesondere wenn Sie viele Annehmlichkeiten und Dienstleistungen nutzen. Dies kann auf Dauer finanziell belastend sein.
  • Begrenzte Privatsphäre: Da Seniorenwohnungen oft Teil einer größeren Anlage sind, kann Ihre Privatsphäre eingeschränkt sein, insbesondere wenn die Gemeinschaftsbereiche stark frequentiert sind.
  • Verfügbarkeit: In einigen Regionen ist die Nachfrage nach Seniorenwohnungen hoch, so dass sich mitunter lange Wartezeiten ergeben.
  • Einschränkungen bei der individuellen Gestaltung: Da Seniorenwohnungen oft standardisierte Einheiten sind, kann es sein, dass Sie Ihre Wohnung nur begrenzt nach Ihren persönlichen Vorlieben gestalten können.

Wohnen bei Verwandten

Die Vorstellung, im Alter bei den eigenen Kindern oder anderen Verwandten zu wohnen, ist verlockend. Aber auch hier gilt es, die Vor- und Nachteile gut abzuwägen.

Vorteile

  • Familienunterstützung: Das Wohnen bei Verwandten bietet älteren Menschen oft eine direkte Unterstützung für alltägliche Aufgaben, bei der Pflege oder bei der Bewältigung gesundheitlicher Herausforderungen.
  • Emotionaler Rückhalt: Das Wohnen bei Verwandten ermöglicht älteren Menschen, enge familiäre Bindungen aufrechtzuerhalten und emotionalen Rückhalt von ihren Angehörigen zu erhalten, was dazu beitragen kann, Einsamkeit und soziale Isolation zu reduzieren. Sind Enkel vorhanden, ist das für die Großeltern besonders reizvoll.
  • Finanzielle Entlastung: Durch das Wohnen bei Verwandten können ältere Menschen ihre Wohnkosten senken, da sie möglicherweise keine Miete oder Hypothek zahlen müssen und bestimmte Ausgaben wie Lebensmittel und Haushaltskosten teilen können.

Nachteile

  • Mögliche Belastung der Beziehungen: Das Wohnen bei Verwandten kann zu Spannungen und Konflikten in den familiären Beziehungen führen, insbesondere wenn es Meinungsverschiedenheiten über das Zusammenleben, die Aufteilung von Aufgaben oder den Umgang mit finanziellen Angelegenheiten gibt.
  • Verlust an Unabhängigkeit: Das Wohnen bei Verwandten kann für einige ältere Menschen einen Verlust an Unabhängigkeit bedeuten, da sie möglicherweise nicht mehr über die gleiche Autonomie und Privatsphäre verfügen wie in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus.
  • Anpassungsschwierigkeiten: Ein Umzug in das Zuhause von Verwandten kann für ältere Menschen anfangs eine Herausforderung darstellen, insbesondere wenn sie sich an eine neue Umgebung und neue Routinen anpassen müssen.
  • Mögliche soziale Isolation: In einigen Fällen können ältere Menschen, die bei Verwandten leben, sich isoliert fühlen, insbesondere wenn ihre Angehörigen viel arbeiten oder anderweitig beschäftigt sind und weniger Zeit für soziale Interaktion haben.

Entscheiden Sie sich für ein Zusammenleben mit Ihren Verwandten, dann sollten Sie gemeinsam im Vorfeld Absprachen treffen. Welche das sein können, erfahren Sie im Abschnitt „Mehrere Generationen unter einem Dach“.

Wohnen im Wohneigentum

Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt und selbstständig leben zu können, ist für viele ältere Menschen wichtig. Aber auch hier gilt es, die Vor- und Nachteile gut abzuwägen.

Vorteile

  • Vertrautes Umfeld: Ältere Menschen können in ihrer eigenen vertrauten Umgebung bleiben, was ihnen ein Gefühl von Kontinuität und Sicherheit vermittelt.
  • Unabhängigkeit: Das Wohnen im Wohneigentum ermöglicht älteren Menschen eine gewisse Unabhängigkeit und Kontrolle über ihren Alltag und ihre Umgebung.
  • Individuelle Betreuung: Durch die Unterstützung durch Hauspflegedienste und andere Dienstleister können ältere Menschen individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung und Unterstützung erhalten.
  • Flexibilität: Das Wohnen im Wohneigentum bietet Flexibilität bei der Gestaltung des Alltags und ermöglicht es älteren Menschen, ihren Tagesablauf nach ihren eigenen Vorlieben und Bedürfnissen zu gestalten.
  • Familiäre Bindungen: Der Verbleib im Wohneigentum ermöglicht es älteren Menschen, familiäre Bindungen aufrechtzuerhalten und weiterhin in Kontakt mit Freunden und Nachbarn zu bleiben.

Nachteile

  • Einsamkeit und soziale Isolation: Ältere Menschen, die alleine im Wohneigentum leben, können ein erhöhtes Risiko für Einsamkeit und soziale Isolation haben, insbesondere wenn sie aufgrund von Immobilität weniger Kontakt zur Außenwelt haben.
  • Sicherheitsrisiken: Das Wohnen in der eigenen Immobilie kann Sicherheitsrisiken mit sich bringen, insbesondere wenn ältere Menschen anfälliger für Unfälle oder Notfälle sind und keine sofortige Unterstützung verfügbar ist.
  • Begrenzte Unterstützung: Die Unterstützung durch Hauspflegedienste und andere Dienstleister kann begrenzt sein und möglicherweise nicht alle Bedürfnisse älterer Menschen abdecken, insbesondere bei komplexeren Pflegebedürfnissen.
  • Instandhaltungskosten: Ältere Menschen, die in ihrer eigenen Immobilie bleiben, sind selbst für die Instandhaltung und Pflege ihres Eigentums verantwortlich, was mit zusätzlichen Kosten und Belastungen verbunden sein kann.
  • Einschränkungen bei der Mobilität: Ältere Menschen, die in ihrer eigenen Immobilie bleiben, können aufgrund von Mobilitätsproblemen Schwierigkeiten haben, sich im Haus oder in der Umgebung zu bewegen, was ihre Unabhängigkeit einschränken kann.

Entscheiden Sie sich für ein möglichst langes Wohnen in Ihren eigen vier Wänden, sind sicherlich Anpassungen in Ihren Wohnräumen notwendig. Erfahren Sie dazu Tipps und Informationen im Abschnitt „Wohneigentum für das Wohnen im Alter vorbereiten“.

Gemeinschafts- und Begegnungszentren

Das Thema Wohnen im Alter geht immer auch mit den Themen Wohlbefinden, soziale Integration und aktiver Teilnahme am Gesellschaftsleben einher. Eine gute Anlaufstelle sind dabei Gemeinschafts- und Begegnungszentren, die es in vielen Stadtteilen und Gemeinden gibt. Hier können Sie je nach Angebot

  • Fitnesskurse & Gesundheitsvorträge
  • Bildungs- & Kreativ-Workshops
  • Ausflüge & Urlaube

belegen oder Dienste für

  • Mahlzeiten
  • Transportfahrten
  • Formularausfüllung
  • IT-Schulungen

in Anspruch nehmen. Sie sind als Besucher der verschiedenen Angebote gerne gesehen, und in vielen Fällen vor allem auch dann, wenn Sie sich selber mit Ihren Interessen und Ihrem Können engagieren wollen.

Wohneigentum für das Wohnen im Alter vorbereiten

Das eigene Zuhause ist ein Ort voller Emotionen mit einer hohen Bindung an die Menschen im nachbarschaftlichen Umfeld. Da ist es verständlich, dass Sie so lange wie möglich dort wohnen bleiben möchten. Für ein sicheres, komfortables und barrierefreies Wohnen sind in der Regel eine Reihe von Anpassungen und Maßnahmen notwendig. Hier sind umfassende Informationen und Tipps, wie Wohneigentum für das Wohnen im Alter fit gemacht werden kann:

Anpassungen für Barrierefreiheit

  • Einrichten von Rampen oder Aufzügen für den barrierefreien Zugang.
  • Breitere Türen einbauen und Türschwellen entfernen, um Rollstühle oder Rollatoren zu ermöglichen.
  • Einbau von Haltegriffen und Handläufen in Bädern, Fluren und an Treppen, um die Mobilität zu erleichtern.
  • Ersetzen von herkömmlichen Türklinken durch Hebelgriffe, die einfacher zu bedienen sind.
  • Installation von rutschfesten Bodenbelägen in Bädern und anderen rutschgefährdeten Bereichen.
  • Einbau einer bodengleichen Dusche sowie einer höhenverstellbaren Sitzmöglichkeit.

Garten und Außenbereiche anpassen

  • Gestalten von Gartenwegen mit rutschfesten Belägen und ausreichender Beleuchtung für eine sichere Bewegung im Freien.
  • Reduzierung von Gartenarbeit durch die Anlage von pflegeleichten Gärten oder den Einsatz von automatischen Bewässerungssystemen oder Rasenmäherrobotern.
  • Einrichtung von Sitzgelegenheiten im Freien mit Unterständen oder Sonnenschutz, um einen angenehmen Aufenthalt im Garten zu ermöglichen.

Mobiliar

  • Möbel anpassen oder ersetzen, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen und bequeme Sitzgelegenheiten bereitzustellen.
  • Höhenverstellbare Betten oder Matratzen verwenden, um den Komfort und die Zugänglichkeit zu verbessern.
  • Einrichten von Schlafzimmern und Badezimmern im Erdgeschoss, um Treppensteigen zu vermeiden.
  • Platz schaffen für Rollstühle oder Gehhilfen durch eine geeignete Anordnung von Möbeln und Gegenständen im Haus.

Sicherheitsvorkehrungen

  • Einbau von Alarmanlagen und zusätzlichen Rauchmeldern, um die Sicherheit im Haus zu erhöhen.
  • Überprüfung und gegebenenfalls Erneuerung der Elektrik, um Kurzschlüsse und Brände zu verhindern.
  • Installation von Beleuchtung mit Bewegungssensoren, um Stolperfallen zu vermeiden und die Sicherheit im Dunkeln zu gewährleisten.
  • Verwendung von rutschfesten Matten oder Teppichen, um Stürze zu verhindern.

Technologische Unterstützung

  • Einbau von intelligenten Assistenzsystemen wie Notrufsystemen oder Videoüberwachung, um die Sicherheit zu erhöhen und im Notfall Hilfe zu rufen.
  • Verwendung von technologischen Hilfsmitteln wie Treppenliften oder elektronischen Türöffnern, um die Mobilität zu erleichtern.
  • Integration von Technologie zur Fernüberwachung von Gesundheitsparametern oder zur Kommunikation mit medizinischem Personal.

Beschäftigen Sie sich lieber früher als später mit diesem Thema. So können Sie in Ruhe ausloten, welche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen für Sie und Ihr Gebäude sinnvoll sind. Lassen Sie sich am besten von Bau- oder Energiefachleuten beraten, um eine optimale Lösung für sich und Ihr Eigenheim zu finden und einen Sanierungsfahrplan zu erstellen.

Zur finanziellen Planung sollten Sie ebenso mit Fachexperten sprechen. Förderanträge, wie beispielswiese bei der KfW für Barrierereduzierung, müssen Sie in der Regel vor Beginn des Bauvorhabens stellen. Für Wohnraumanpassung können Pflegebedürftige, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, Zuschüsse beantragen.

Um Ihnen den Alltag zu erleichtern, können Sie auf eine Vielzahl von Hol- und Bringdiensten zurückgreifen. Diesen unterstützen Sie beispielsweise bei

  • Lebensmittel-Einkäufen
  • Mahlzeiten
  • Medikamentenlieferungen

Bei der Auswahl Ihrer Dienstleister sollten sie auf zuverlässigen und geeigneten Service achten:

  • Zuverlässigkeit: Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden oder nehmen Sie einen Anbieter, der Ihnen persönlich empfohlen wurde.
  • Sicherheit: Klären Sie, ob der Anbieter Ihre persönlichen Daten und Informationen ausreichend schützt, insbesondere bei der Online-Bestellung oder Bezahlung.
  • Kommunikation: Geben Sie alle relevanten Informationen wie Lieferadresse, Kontaktinformationen und besondere Anweisungen rechtzeitig und präzise an.
  • Kosten: Vergleichen Sie verschiedene Angebote und Dienstleister, um sicherzustellen, dass Sie einen erschwinglichen und kosteneffizienten Service ohne versteckte Gebühren erhalten.
  • Flexibilität: Wählen Sie einen Anbieter, der Ihren Lieferzeiten oder Sonderwünschen gerecht wird.
  • Kundenservice: Stellen Sie sicher, dass bei einer Falschlieferung die Gegenstände wieder bei Ihnen abgeholt werden und es Unterstützungsdienste wie Live-Chat, Telefonhotlines oder E-Mail-Support gibt.

Wohnen im Alter: Mehrere Generationen unter einem Dach

Das Zusammenleben von mehreren Generationen unter einem Dach kann eine bereichernde Erfahrung sein, erfordert jedoch auch eine sorgfältige Planung, klare Absprache und gegenseitigen Respekt. Hier finden Sie einige wichtige Punkte, die Sie im Vorfeld beachten sollten:

  • Raumplanung: Überlegen Sie im Voraus, wie die verfügbaren Räumlichkeiten am besten genutzt werden können, um Privatsphäre für alle Generationen zu gewährleisten, während gleichzeitig gemeinsame Bereiche geschaffen werden, in denen Zeit miteinander verbracht werden kann. Jede Person oder Personengruppe sollte über einen eigenen Rückzugsort verfügen.
  • Klare Kommunikation: Es ist wichtig, offen und ehrlich über Erwartungen, Bedürfnisse und Grenzen zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Finanzielle Vereinbarungen: Besprechen Sie im Voraus, wie die finanzielle Verantwortung für Miete, Lebenshaltungskosten, Haushaltsausgaben und andere Ausgaben aufgeteilt wird. Eine schriftliche Fixierung kann dabei Missverständnissen vorbeugen.
  • Aufgabenverteilung: Legen Sie fest, wer für welche Aufgaben im Haushalt verantwortlich ist, um ein ausgewogenes Verhältnis und eine faire Verteilung der Arbeitslast sicherzustellen.
  • Konfliktlösung: Vereinbaren Sie im Voraus Mechanismen zur Konfliktlösung und zur Kommunikation bei Problemen, um Streitigkeiten zu vermeiden und ein harmonisches Zusammenleben zu fördern.
  • Respekt und Toleranz: Ermutigen Sie zu gegenseitigem Respekt, Verständnis und Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Lebensstilen, Bedürfnissen und Meinungen jeder Generation.

Do's zum Wohnen mit mehreren Generationen unter einem Dach

  • Offenheit und Flexibilität: Seien Sie offen für Veränderungen und bereit, sich anzupassen, um ein harmonisches Zusammenleben zu fördern.
  • Gemeinsame Aktivitäten: Planen Sie regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen, um Zeit miteinander zu verbringen und Bindungen zu stärken.
  • Regelmäßige Kommunikation: Halten Sie regelmäßige Familientreffen oder Gespräche ab, um aktuelle Themen zu besprechen, Feedback auszutauschen und Probleme anzusprechen.
  • Respektieren Sie die Privatsphäre: Achten Sie auf die Privatsphäre jedes Familienmitglieds und respektieren Sie deren Raum und persönliche Grenzen.
  • Gegenseitige Unterstützung: Bieten Sie einander Unterstützung und Hilfe an, sei es bei alltäglichen Aufgaben, emotionaler Unterstützung oder der Betreuung von Kindern oder älteren Familienmitgliedern.

Don'ts zum Wohnen mit mehreren Generationen unter einem Dach

  • Ignorieren von Konflikten: Vermeiden Sie es, Konflikte zu ignorieren oder unter den Teppich zu kehren, sondern sprechen Sie Probleme frühzeitig an und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.
  • Einmischung in das Leben anderer: Respektieren Sie die Autonomie und die Lebensentscheidungen anderer Familienmitglieder und üben Sie keine übermäßige Kontrolle oder Einmischung aus.
  • Vorurteile oder Stereotypen: Vermeiden Sie Vorurteile oder Stereotypen aufgrund von Altersunterschieden und respektieren Sie die Perspektiven und Lebenserfahrungen aller Generationen.
  • Unehrlichkeit: Seien Sie ehrlich und transparent in Ihrer Kommunikation und vermeiden Sie es, Informationen zurückzuhalten oder unaufrichtig zu sein.
  • Ungleichgewicht bei Verantwortlichkeiten: Stellen Sie sicher, dass die Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Haushalt fair verteilt sind und es nicht zu einem Ungleichgewicht kommt, das zu Spannungen führen könnte.

Unser Tipp für Sie

Sein Sie auch vor schleichenden Veränderungen gefeit. Gerade in Bezug auf eine beginnende Pflegebedürftigkeit sollten Sie sensibel reagieren. Keine der Generationen sollte dabei überfordert werden.

Manchmal ist es eine Überlegung wert, sich früh Hilfe von außen zu holen. Dann können alle den „Feierabend“ mit Gesprächen und netten Beisammensein genießen, statt noch nach Arbeit oder Schule Pflege- oder Versorgungsaufgaben übernehmen zu müssen.

Pflege daheim organisieren

Alter allein macht noch keine Pflegedürftigkeit aus. Aber in vielen Fällen schleicht es sich langsam ein, dass eine Person pflegebedürftig wird. Die Anzeichen können vielfältig sein und sich in körperlichen oder geistigen Veränderungen sowie im Verhalten bemerkbar machen. Körperliche Anzeichen können nachlassende Mobilität oder Schwierigkeiten bei alltäglichen Verrichtungen wie Mahlzeiten oder Körperpflege sein. Orientierungsprobleme, Vergesslichkeit oder auch Verwirrtheit sind geistige Anzeichen. Weitere Warnsignale können unerklärliche Verletzungen oder eine Zunahme von Stürzen sein.

Treten eines oder mehrere dieser Symptome auf, kann das darauf hinweisen, dass diese Person möglicherweise Unterstützung benötigt, um sicher und würdevoll zuhause zu leben. Das ist dann der Zeitpunkt, zu dem Sie sich mit dem Thema Pflegebedürftigkeit auseinandersetzen müssen. Wir haben Ihnen im Folgenden wichtige Punkte zu diesem Thema zusammengetragen:

Dokumentation

In einem Pflegetagebuch sollten Sie den täglichen Pflege- und Betreuungsaufwand erfassen. Dieses Pflegetagebuch dient Ihnen

  • den Antrag auf einen Pflegegrad vorzubereiten
  • bei der Begründung des Unterstützungsbedarfs vor dem Gutachter
  • im Falle eines Widerspruchs als Argumentationshilfe

Pflegegrad ermitteln

Damit pflegebedürftige Personen die notwendigen Unterstützungen und Pflegeleistungen erhalten können, wird ihre Pflegebedürftigkeit anhand festgelegter Kriterien und Pflegegrade bestimmt. Ein Gutachter ermittelt dafür bei einem Besuch den Pflegebedarf und gibt eine Empfehlung für einen der fünf Pflegegrade ab.

Die Begutachtung und Empfehlung eines Pflegegrades liegen in Deutschland beim sogenannten Medizinischen Dienst. Bei Privatversicherten übernimmt das die Firma MEDICPROOF.

Für Privatpersonen gibt es Pflegegradrechner, mit den Sie vor dem Besuch des Gutachters anhand Ihrer Aufzeichnungen ermitteln können, welcher Pflegegrad zu erwarten wäre. Wird Ihnen ein Pflegegrad zugewiesen, stehen Ihnen finanzielle Unterstützung der Pflegeversicherung, die sogenannten Pflegeleistungen, zu. Diese umfassen beispielweise das Pflegegeld, verschiedene Zuschüsse sowie oder auch Hilfsmittel.

Tipp
Zögern Sie nicht, bei einem Verdacht einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse zu stellen. Es entstehen Ihnen keine Kosten. Sollte die Begutachtung doch keinen Anspruch ergeben, können Sie nach sechs Monaten erneut einen Antrag stellen.

Hinweis
Die Pflegepflichtversicherung ist lediglich ein Basisschutz. In vielen Fällen werden Sie einen erheblichen Teil Ihrer Pflegekosten aus eigener Tasche bezahlen müssen. Der durchschnittliche Eigenanteil, den Pflegebedürftige für einen stationären Platz aufbringen müssen, liegt im Bundesdurchschnitt bei 2.179 € pro Monat (Quelle: Statista 12/2022).

Diese enorme Versorgungslücke können Sie mit einer Pflegezusatzversicherung schließen. Dafür stehen Ihnen verschiedene Wege zur Verfügung:

  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung

Sprechen Sie unsere Expertinnen und Experten an, um eine für Sie maßgeschneiderte Absicherung zu entwerfen. Ihren Beratungstermin können Sie gleich jetzt hier buchen!

Pflege planen und organisieren

Ein wichtiger Punkt ist die Koordinierung der medizinischen Versorgung. Halten Sie Kontakt zu Ärzten, Therapeuten und anderen medizinischen Fachkräften. Die Koordination der Termine ist mitunter sehr zeitaufwendig. Stellen Sie dennoch sicher, dass alle Beteiligten über den Gesundheitszustand und die Behandlungspläne der pflegebedürftigen Person informiert sind.

Auch wenn es manchmal schwierig erscheint, um Hilfe zu bitten, sollten Sie von Anfang an Aufgaben delegieren. Überlegen Sie sich dazu, was Sie realistisch selbst schaffen können und welches Pflegewissen Sie haben.

Weitere Familienangehörige und Dienstleister sollten Sie in den Pflegealltag integrieren. Einige Beispiele finden Sie hier:

  • Die pflegebedürftige Person geht stunden-/tageweise in die Tagespflege.
  • Sie nutzen an manchen Tagen Menü-Bringdienste, um den Aufwand für das Kochen zu reduzieren.
  • Eine Haushaltshilfe übernimmt regelmäßig Reinigungsarbeiten.
  • Bei wichtigen Terminen ist eine Betreuungskraft bei der pflegebedürftigen Person.
  • Einkäufe lassen Sie sich nach Hause bringen.
  • Sie besorgen verschiedene Hilfsmittel, wie beispielsweise Ess- oder Gehhilfen, die die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person fördern und Ihnen die Pflege erleichtern.

Tipp
Viele dieser Dienste können Sie über die Pflegeversicherung finanzieren oder zumindest teilweise refinanzieren. Fragen Sie bei Ihrer Pflegeberatung nach den finanziellen Aspekten und möglichen Zuschüssen.

Bitte denken Sie daran!
Es ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein, die eigenen Grenzen zu erkennen und sich zum Wohle aller Beteiligten professionelle Unterstützung zu holen.

Notwendiges Pflegewissen

Ihre Entscheidung, ein Familienmitglied zuhause zu pflegen, führt zu zahlreichen neuen Aufgaben für Sie. Einige davon werden Ihnen mühelos von der Hand gehen, während Sie sich in andere erst einarbeiten müssen. Neben Broschüren und Tutorials sollte Sie auch Pflegekurse machen, die in der Regel von den Pflegekassen kostenlos angeboten werden.

Ambulante Pflegedienst unterstützen bei Behandlungspflege, wie beispielweise

  • der Medikamenteneinnahme
  • dem Anlegen von Hilfsmitteln wie Kompressionsstrümpfen
  • der Wundversorgung
  • dem Blutzuckermessen
  • dem Setzen von Insulinspritzen

Ambulante Pflegedienst unterstützen bei der Körperpflege, wie beispielweise

  • beim Duschen, Baden, Waschen
  • beim Ankleiden
  • bei Toilettengängen

Organisationen am Wohnort unterstützen mit ehrenamtlichen Helfern durch

  • Spaziergehen
  • kleine Ausflüge
  • Vorlesen

Fahrdienste

Für Fahrten zu Arztpraxen oder Krankenhäusern besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Fahrtkosten trägt. Dazu muss in der Regel eine Verordnung vorliegen, die Ärztinnen und Ärzte nur ausstellen dürfen, wenn die Fahrt medizinisch notwendig ist.

Fahrten zu ambulanten Behandlungen werden nur in bestimmten Fällen übernommen. Hierzu können Fahrten zur Strahlen- oder Chemotherapie zählen sowie Fahrten mit Menschen mit starker Einschränkung der Mobilität oder hohen Pflegegraden.

Sobald Sie einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, und auch, wenn Sie diese Leistungen schon nutzen, haben Sie das Recht auf kostenlose, umfassende und unabhängige Pflegeberatung.

Die Beratung kann von der Pflegekasse oder einer unabhängigen Beratungsstelle, zum Beispiel einem Pflegestützpunkt, durchgeführt werden. Sie ist kostenlos und freiwillig.

Rechtliche Beratung rund um das Thema Pflegebedürftigkeit bieten auch einige Verbraucherzentralen an.

Versicherungen

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Sie Ihr Wohnen im Alter gestalten können. Egal für welche Wohnform Sie sich entscheiden, es gibt ein paar Versicherungen, die für Sie relevant sein können:

Elementarschadenabsicherung

Ihre Policen zu Wohngebäude- und Hausratversicherung sollten Sie um den Zusatzbaustein Elementar ergänzen. Elementarschäden sind Schäden an Gebäuden oder Hausrat, die durch extreme Naturereignisse entstanden sind. Mit welcher Wucht die Natur zuschlagen kann, erleben wir immer häufiger bei Hochwasser, Überflutung durch Starkregen oder auch Schneedruck und Lawinen. Daraus entstehen dann nicht selten Rückstau oder auch Erdrutsch und Erdsenkung.

Eine Elementarschadenversicherung kann die Natur nicht bändigen und Schäden verhindern. Sie kann Sie aber vor finanziellen Engpässen schützen, so dass zum Beispiel Schäden schnell wieder behoben werden.

Sprechen Sie unsere Expertinnen und Experten an, um eine für Sie passende Absicherung zu finden. Ihren Beratungstermin können Sie gleich jetzt hier buchen!

Hausratversicherung

Angenommen, Sie gehen mit einem Taschenrechner durch Ihre Wohnung und tippen bei jedem Möbelstück, jedem Geschirr- und Besteckteil, bei den TV-, Video- und Elektrogeräten, bei Ihren Wertsachen (Schmuck, Wertpapiere, Bargeld), bei Gardinen, Teppichen, Kleidern, Büchern, DVDs und CDs, Lampen, Lebensmitteln, Spielsachen, Sportartikeln und und und… den Neupreis ein – Sie hätten schnell eine fünf- oder sechsstellige Zahl vor Augen. Diesen hohen Betrag müssten Sie tatsächlich aufwenden, wenn Ihr Hausrat durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub oder räuberische Erpressung zerstört wird.

Mit einer Hausratversicherung können Sie sich vor den finanziellen Folgen solcher Schäden bewahren!

Entscheiden Sie sich für den Umzug in eine kleinere Wohneinheit, so können Sie den Deckungsumfang Ihrer Hausratversicherung unter Umständen reduzieren.

Ergänzen Sie Ihre Hausratversicherung um den Zusatzbaustein Elementar. Dieser kann die Natur nicht bändigen und Schäden verhindern. Er kann Sie aber vor finanziellen Engpässen schützen, so dass zum Beispiel Schäden schnell wieder behoben werden.

Sprechen Sie unsere Expertinnen und Experten an, um eine für Sie passende Absicherung zu finden. Ihren Beratungstermin können Sie gleich jetzt hier buchen!

Pflegezusatzversicherung

Über 80% aller Lebenspartnerschaften sind früher oder später von einer Pflegebedürftigkeit betroffen. Pflegevorsorge ist also ein entscheidender Teil der Altersvorsorge!

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit werden nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre Angehörigen vor große Herausforderungen gestellt – sowohl in organisatorischer als auch in finanzieller Hinsicht. Eine Pflegezusatzversicherung kann hier Abhilfe leisten.

Denn die Pflegepflichtversicherung ist lediglich ein Basisschutz, so dass in vielen Fällen ein erheblicher Teil der Pflegekosten aus eigener Tasche bezahlt werden muss. So liegt der durchschnittliche Eigenanteil, den Pflegebedürftige für einen stationären Platz aufbringen müssen im Bundesdurchschnitt bei 2.179 € pro Monat (Quelle: Statista 12/2022).

Diese enorme Versorgungslücke können Sie mit einer Pflegezusatzversicherung schließen. Dafür stehen Ihnen verschiedene Wege zur Verfügung:

  • Pflegekostenversicherung
  • Pflegerentenversicherung
  • Pflegetagegeldversicherung

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Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen, die Sie abschließen können und sollten. Schließlich können wir alle keine Unfälle und Schadensereignisse voraussagen.

Es werden dabei Sach-, Personen- und Vermögensschäden unterschieden:

Sachschaden:
Sie beschädigen, zerstören fahrlässig oder grob fahrlässig fremde Gegenstände wie z.B. teure Möbel, Elektronik, die Glasscheibe des Nachbarn oder verlieren fremde Schlüssel. Gut zu wissen: Auch Schäden in der Mietwohnung sind Sachschäden.

Personenschaden:
Verletzen Sie nicht vorsätzlich eine fremde Person, werden die Folgekosten für z.B. Krankenhausaufenthalt, Behandlung oder Therapie übernommen.

Vermögensschaden:
Entstehen aus den o.g. Schäden weitere Vermögensschäden, so können die finanziellen Folgen daraus auch abgesichert werden.

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Rechtsschutzversicherung

„Recht haben“ und „Recht bekommen“ sind unterschiedliche Dinge. Eine Rechtsschutzversicherung kann Ihnen die nötige finanzielle Sicherheit bei einem Rechtsstreit, der lange dauern und teuer werden kann, geben. Dabei können Gebühren des eigenen und ggf. des gegnerischen Rechtsanwaltes, Gerichtskosten, Zeugenauslagen oder auch Sachverständigenkosten für die Wahrung Ihrer rechtlichen Interessen übernommen werden.

Über den privaten Rechtsschutz hinaus, können Sie verschiedene Module wie Verkehrsrechtsschutz sowie Rechtsschutz für Eigentümer und Mieter von selbst genutzten Wohneinheiten (Wohnung oder Einfamilienhaus) bzw. vermieteten Einheiten hinzubuchen. Sichern Sie sich ab, dass mit Ihrer Rechtsschutz-Police auch Streitigkeiten in Bezug auf Pflegegeld abgedeckt sind.

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Sterbegeldversicherung

Der Tod bereitet Kummer und Sorgen. Das lässt sich nicht vermeiden. Was sich aber durchaus vermeiden lässt, ist dass die Hinterbliebenen für die Finanzierung einer würdevollen Bestattung aufkommen müssen. Denn Banken sind schnell dabei, die Konten einer verstorbenen Person zu sperren. Dann fehlt es in vielen Fällen an Geld, um die Rechnungen für die Abschiedsfeierlichkeiten zu bezahlen.

Mit einer Sterbegeldversicherung bauen Sie mit monatlich kleinen Beträgen ein Geldpolster auf, das im Leistungsfall direkt zur Verfügung steht und mit dem dann die Kosten für die Bestattung gedeckt werden können.

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Unfallversicherung

Unfälle passieren jederzeit und überall. 70% aller Unfälle passieren in der Freizeit – in der Ihnen die gesetzliche Unfallversicherung keinen Schutz bietet. Die Folgen eines Unfalls dürfen Sie nicht unterschätzen. Unfälle sind häufig Ursache für Beeinträchtigungen der Gesundheit, für Invalidität oder sogar den Tod.

Als Angestellter oder Angestellte waren Sie zumindest während der Arbeitszeit und auf dem Arbeitsweg durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Als Rentner oder Rentnerin erhalten Sie vom Gesetzgeber gar keinen Unfallschutz.

Mit einer privaten Unfallversicherung sorgen Sie vor und erhalten im Leistungsfall Zahlungen bei dauerhafter Invalidität sowie weitere Hilfs- und Serviceleistungen.

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Wohngebäudeversicherung

Ein Schaden an Gebäuden kann schnell richtig teuer werden. Eine Gebäudeversicherung kann die Deckung von Schäden durch Feuer, Sturm und Hagel, Leitungswasser oder Frost sowie deren Folgeschäden umfassen.

Als Hausbesitzer sind Sie gut beraten, sich vor den finanziellen Folgen eines solchen Unglückes zu schützen. Denn die eigene Immobilie ist ein kostbares Gut und unberechenbare Vorfälle können schnell die eigene Finanzsituation gefährden.

Ergänzen Sie Ihre Wohngebäudeversicherung um den Zusatzbaustein Elementar. Dieser kann die Natur nicht bändigen und Schäden verhindern. Sie kann Sie aber vor finanziellen Engpässen schützen, so dass zum Beispiel Schäden schnell wieder behoben werden.

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Unsere Expertinnen und Experten helfen Ihnen gerne dabei, Ihre Fragen rund um Versicherungen zu klären.

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Diese Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit zum Thema Wohnen im Alter. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
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