Heute noch gesund - und morgen plötzlich ein Pflegefall.
Unfall- oder krankheitsbedingt kann das jeden von uns treffen und mit massiven finanziellen Belastungen verbunden sein. Denn gute Pflege ist teuer.
Für den Betroffenen bedeutet Pflegebedürftigkeit oft, dass die Pflegekosten seine Einkünfte übersteigen. Übernimmt ein Familienmitglied die Pflege, muss häufig auch der Pflegende seinen Beruf teilweise oder ganz aufgeben und auf Einkommen verzichten. Hilft eine professionelle Pflegekraft oder wird der Pflegebedürftige in einem Heim betreut, entstehen ohnehin hohe Kosten.
Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung allein kann grundsätzlich keine volle finanzielle Sicherheit bei Pflegebedürftigkeit bieten.
Wie auch die Grafik zeigt, bleiben oft Lücken:
| Monatliche finanzielle Belastung als Pflegefall im Pflegeheim (stationär) | |||
|---|---|---|---|
| Pflege- stufe | So viel kostet stationäre Pflege durchschnittlich (monatlich / ca.): | Das zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung: | So viel fehlt jeden Monat: |
| I | 2.300 € | 1.023 € | 1.277 € |
| II | 2.600 € | 1.279 € | 1.321 € |
| III | 3.300 € | 1.550 € | 1.750 € |
Die Konsequenzen sind dramatisch:
- In kürzester Zeit sind Ihre über Jahre aufgebauten Ersparnisse aufgebraucht.
- Ihre Kinder müssen evtl. die Pflegekosten mitfinanzieren (Verpflichtung zu Unterhaltszahlungen, §§ 1601, 1602 Abs. 1 BGB).
- Sie werden ein Opfer des bundesdeutschen Pflegenotstandes, weil Sie die Kosten nicht schultern können.
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